Vom Finanz-Hasen zum Kapital-Hirsch

Kleinunternehmer nach §19 UStG: Mein Rat #3 für die Selbstständigkeit auf kleinem Fuß

 

Übernimm die volle Verantwortung für Deine gegenwärtigen und zukünftigen Finanzen

KleinunternehmerregelungJa, ich weiß: Das kann schmerzhaft sein. Als ich begann, mich intensiver mit Unternehmensfinanzen und finanzieller Verantwortung für mich selbst auseinander zu setzen, hatte ich Schulden und ich gab monatlich mehr aus, als ich einnahm.

Das alles war doof. Es war unangenehm. Doch das war nicht das Schlimme. Schlimm war, dass ich mich nachts von einer Seite auf die andere wälzte und mich sorgte. Nicht um meine finanzielle Zukunft. Sondern um meine aktuelle finanzielle Situation.

Das war noch doofer und noch unangenehmer – doch das war nicht das Schlimmste. Das Schlimmste an dieser Situation war, dass ich mich ungemein schämte. So sehr, dass ich mich niemandem anvertrauen mochte. Wenn ich gelegentlich entsprechende Bemerkungen als Versuchsballons aufsteigen ließ, meldeten mir meine Gesprächspartner regelmäßig zurück, dass es ihnen finanziell bestens ginge – vielen Dank! Und zwar schon immer. Schon seit Gründung. Oder eigentlich noch länger. Geld war noch nie ein Problem gewesen.

Als ich meinen ersten Sparplan aufsetzte, begann ich mit 50 Euro monatlich – und hatte Sorge, ob ich das auf Dauer würde durchhalten können.

Aber das war der Anfang einer neuen Gewohnheit. Der Gewohnheit, mehr einzunehmen als auszugeben und die Differenz zu sparen. Das Gesparte dann zu investieren, um dieses Geld zu mehren, das war der nächste Schritt. Und ein weiterer Schritt war, viel zu lernen, um in unterschiedliche Vermögensklassen investieren zu können. Dieses Investieren, das waren dann die nächsten Schritte.

2009 hatte ich mir auf meinen Ziele-Zettel geschrieben „Finanzexpertin werden“. Und 2015 erschien mein erstes Finanzbuch „Geld kann jeder“ für Klein-Unternehmer und Selbstständige. Doch dies ist eine Reise, eine Entwicklung. Ich bin sehr dankbar für das, was ich bislang gelernt, erfahren, erreicht habe und weitergeben durfte. Und natürlich soll die Reise weitergehen.

Was ich nur sagen möchte damit: Ich weiß, wo sich mein §19 UStG-Kleinunternehmer befindet, mit dem ich im ersten Teil der Blog-Reihe telefoniert hatte. Der junge Mann, der mir erzählte, dass er seit Jahren selbstständig ist und nicht mehr als 17.500 Euro Umsatz pro Jahr macht. Und ich kenne den Weg raus aus dieser Situation. Der Weg ist nicht „schwierig“ im Sinne von „Du-musst-unglaublich-intelligent-und-super-fleißg-Sein“. Der Weg ist nur schwierig, weil Du Deine Gewohnheiten ändern musst, um von einer Subsistenz – von der Hand in den Mund – zu einer echten Existenz zu gelangen, die Dir erlaubt, auch Deine finanzielle Zukunft selbst zu gestalten. Bevor Du Deine Gewohnheiten ändern kannst, musst Du Dir Dein Verhalten bewusst machen. Und bevor das gut funktionieren kann, musst Du die dahinterliegenden Gefühle und Glaubenssätze kennen und – vermutlich – ändern.

KleinunternehmerregelungDas ist viel Arbeit. Impulse dazu findest Du im zweiten Teil von „Geld kann jeder“. Und wenn Du Unterstützung brauchst auf diesem Weg, solltest Du Dir einen Coach suchen.

Natürlich kannst Du Dich auch an mich wenden.

Ob mein Telefonpartner sich auf den Weg machen wird? Ich weiß es nicht: Ich hoffe es sehr für ihn!

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