Sachbuch-Marketing – Grundlagen Teil 2

Buchmarketing vs. Contentmarketing

In Teil 1 habe ich Dich hoffentlich zum Nachdenken anregen können: Erst wenn Du weißt, wen genau Du ansprechen möchtest, wie Deine Botschaft lautet und was Du selbst damit erreichen möchtest, kannst Du Dich gezielt daran begeben, Marketing für Dein Buch zu betreiben.

Wer einen guten Verlag als Publikationspartner gefunden hat, teilt sich mit ihm das Marketing.

Für Dich ist Dein Buch Teil eines Masterplans mit Blick auf Dein Contentmarketing, mit Blick auf Deinen Expertenstatus, für das Marketing Deines Gesamtangebots. Dein Buch fügt sich als ein Mosaiksteinchen in das Gesamtbild Deines Schaffens ein. Für Deinen Verlag ist Dein Buch ebenfalls ein Mosaiksteinchen – aber natürlich ein Steinchen in einem anderen Bild. Für den Verlag ist Dein Buch Teil des gesamten Verlagsprogramms. Es muss sich aus Verlagssicht dort einfügen – je besser es sich einfügt, desto besser können Synergien genutzt werden, desto besser laufen Absatz und Umsatz des gesamten Programms. Die individuellen Aktivitäten für Dein Buch sind also für den Verlag nur dann sinnvoll, wenn sie in die Gesamtaktivitäten für das ganze Programm passen.

Dein Verlag und Du, Ihr habt das gemeinsame Interesse, möglichst viele Bücher zu verkaufen – Du, um Deinen Status auszubauen, der Verlag, weil er vom Buchverkauf lebt. Lass Dich vom Verlag mit Werbemitteln versorgen und mache einen Plan, wie Du diese Werbemittel verteilen wirst. Wie viele Flyer oder Waschzettel kannst Du wirklich unter die Leute bringen? Bei welchen Adressaten ist es von Vorteil, wenn sie vom Verlag angesprochen werden – bei welchen ist es besser, wenn Du den Kontakt aufnimmst? Auf wie vielen Veranstaltungen bist Du präsent – als Teilnehmer oder Rednerin? Wie viele Menschen nehmen dort teil, und hast Du eine Möglichkeit, Deine Materialien auszulegen? Hast Du die Möglichkeit, Poster an Stellen aufzuhängen,
wo sie gesehen werden und Wirkung zeitigen können? Sind Deine Geschäftsräume dafür geeignet, hast Du Freunde, die Poster in ihrem Laden aufhängen würden (frage sie im Vorfeld: Schaufenster-Platz wird eifersüchtig gehütet!)? Hast Du (regelmäßige) Post-Aussendungen, denen Du Flyer oder Postkarten beilegen könntest?

Dies sind normale Wege des Buchmarketings, bei denen Dein Verlag Dich unterstützen kann. Dein Engagement ist durch nichts zu ersetzen, was der Verlag tut oder tun kann.

„King of Content“

Beim Contentmarketing bist Du nahezu allein gefragt. Es gibt bislang wenige Verlage, die den Inhalt ihrer Bücher auf unterschiedliche Weise aufbereitet für gezieltes Contentmarketing nutzen. Das liegt nicht daran, dass Verlage faul sind. Bei Verlagen gilt der Spruch: „Content is King“ – um zu unterstreichen, dass die Inhalte der Bücher das Eigentliche sind, was Verlage anbieten und verkaufen. Doch Du als Autor bist „King of Content“. Du hast nicht allein den Inhalt des Buches verfasst, der Inhalt des Buches ist Teil Deines gesamten Wissens, Deiner Expertise, und Du
kannst diese Inhalte in unterschiedlicher Form und Aufbereitung Deinen Kundinnen sinnvoll anbieten: als White Papers, Checklisten, im Coaching etc.

Doch auch Du solltest Dein Buch vermarkten. Dabei kannst Du Dich auf folgende Dinge konzentrieren:
• Rezensionen,
• Multiplikatoren,
• Dein Buch als Geschenk bzw. Visitenkarte und
• Dein Buch am originären „Point of Sale“ sowie
• Dich selbst als Autor.


Quelle: Schreib‘ Dich an die Spitze! Dein Buch für Deine Zielgruppe von Barbara Budrich

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