Great Game of Business! Mitarbeiter werden Mitunternehmer

IMAG2982Natürlich kommt es aus den USA. Springfield, um genauer zu sein. Und Jack Stack, der Gründer von SRC, hat es erfunden, weil er aus der Not eine Tugend gemacht hat und weil Amis sportbegeisterte Spieler sind.

Als das Unternehmen in die Insolvenz ging, in dem Jack Stack gearbeitet hatte, gelang ihm und einem Team ein Management Buy-out. Die neue Führungsriege schulte sich selbst in Zahlen für die Finanzen und um Kennzahlen zu entwickeln und das Unternehmen in den Griff zu bekommen, – was sich so mühsam gestaltete, dass Jack beschloss, da irgendwie anders zu machen.

Anregungen für „anders“ holte er sich vom Sport. Amis lieben ihre Sportveranstaltungen – Football, Baseball, Basketball und was nicht noch – und bei diesen Wettkämpfen können alle gut mit Zahlen umgehen. Nur wenn es um Kennzahlen im Unternehmen geht, scheint die Leichtigkeit zu schwinden.

So begann er, die Begeisterung aus dem spielerischen Sportwettkampf ins Unternehmen zu übernehmen.

Doch nicht nur das Messen und Spielen ist wichtig für das Great Game of Business – auch der Zusammenhalt der Mannschaft, der Überblick über das Spiel als Ganzes und die Sicherheit mit Blick auf die eigene Rolle und Aufgabe innerhalb der Mannschaft – all dies fließt in die Philosophie des GGoB mit ein.

Jack und die Seinen beschlossen, ihr Unternehmen so zu führen, dass alle einbezogen werden, dass Mitbestimmung nicht aus Arbeitnehmersicht gestaltet wird sondern so, dass jeder Einzelne zum Mit-Unternehmer wird.IMAG2985

Die Absicht war es also, ein Unternehmen mit Geschäftsleuten zu schaffen, die alle wie Unternehmer denken und handeln.

Jeder Einzelne soll genau wissen, was notwendig ist, um erfolgreich zu sein, und jeder muss genau verstehen, was er oder sie leisten muss, um das gemeinsame Ziel zu erreichen.

Das daraus entstandene Great Game of Business besteht aus Ergebnis-Beteiligung der Mitarbeiter, einer Philosophie der „Open books“ – also völlige Transparenz aller Geschäftszahlen –, einer Planung, in die alle mit einbezogen werden, sowie wichtigen Kennzahlen und so genannten „Mini Games“, extrem fokussierte kleinere „Spiele“, bei denen Fortschritt und Erfolg in kurzen Abständen gemessen werden. Fantasie, Engagement und Spaß daran, effizienter und rentabler zu arbeiten, miteinander Ziel zu erreichen und besser zu werden – das sind die emotionalen ansprechenden Grundlagen für diese kleinen Spiele – wie für das große, das Great Game.

Ellen Uloth und Thomas Uloth, die kürzlich mit Dr. Kerstin Friedrich Jack Stack in Springfield, Missouri, besucht hatten, erzählten begeistert von ihrer Reise und ihren Eindrücken. Und sicherlich hören wir bald noch mehr von dieser großartigen Idee.

One thought on “Great Game of Business! Mitarbeiter werden Mitunternehmer

  1. Ein spannendes Konzept! Vielen Dank, dass ich hier noch einmal eine grobe Beschreibung nachlesen könnte. Kerstin Friedrich hat mir an diesem Wochenende im Rahmen einer Strategie Sommerschule davon erzählt. Ihre Begeisterung hat mich neugierig gemacht.

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