… für die Zukunft zu wenig

Kleinunternehmer nach §19 UStG: Mein Rat #2 für die Selbstständigkeit auf kleinem Fuß

Mein Rat #1 zur Selbstständigkeit auf kleinem Fuß lautete: Bleibe nicht Kleinunternehmer nach §19 UStG. Denn 17.500 Euro Umsatz pro Jahr sind zu wenig, um als AlleinverdienerIn gut zu leben – und, wie wir heute sehen werden, zu wenig, um gut für die Zukunft vorzusorgen.

Ein Ehemann ist keine Altersvorsorge

… eine Ehefrau natürlich auch nicht. Als ich dies mal erwähnte im Gespräch mit mehreren Unternehmern, wurde ein junger Mann ziemlich wütend. (Er hatte gerade geheiratet, vielleicht erklärt dies, warum er meine Aussage so persönlich nahm.) Ob ich denn davon ausginge, dass er seine Frau im Stich lassen wollen würde?

Nein, davon gehe ich nicht aus. Ich gehe lediglich von den Statistiken aus: 2015 war das Verhältnis von Eheschließungen zu Scheidungen 2:1, also auf knapp zwei Hochzeiten eine Scheidung (Statistisches Bundesamt). Das sind viele Scheidungen. Von den Gründen und Absichten der Parteien weiß ich nichts. Was ich aber weiß: Geld  und Besitz gehören (neben Kindern) zu den umstrittensten Punkten bei Trennungen. Und selten liegt den Partnern die Alterssicherung des anderen besonders am Herzen.

Doch auch unabhängig von Trennung und Scheidung: Ich bin nach wie vor der Ansicht, dass die Selbstständigkeit mit einem eigenen Unternehmen auch etwas damit zu tun hat, dass man unabhängig sein möchte – eben selbstständig. Und das impliziert aus meiner Sicht auch die Selbstständigkeit in finanziellen Dingen. Jetzt und in der Zukunft.

Möglicherweise hast Du während einer anfänglichen Arbeitszeit als Angestellte bereits einen kleinen Anspruch auf staatliche Rente erworben. Das wäre ein guter erster Schritt. Doch reicht dies i.d.R. nicht aus, um Deine Zukunft finanziell zu sichern.

Gute Zeiten – schlechte Zeiten

Kleinunternehmerregelung

Niemand möchte auf Spenden angewiesen sein, wenn er in die Selbstständigkeit geht

Unternehmer können einiges tun, um ihre finanzielle Zukunft abzusichern. In den seltensten Fällen ist dies allerdings der häufig erträumte lukrative Verkauf des eigenen Unternehmens just am selbstgewählten Ende der eigenen Lebens-Arbeitszeit. Und in noch selteneren Fällen funktioniert Alterssicherung „plötzlich“.

Unternehmer können auch einiges tun, um für schlechte Zeiten vorzusorgen – und schlechte Zeiten gibt es in jedem Geschäft, in jedem Markt, in jeder Branche. Auch in Deiner. Wie nackt und schutzlos Du dann im Regen stehst, entscheidest Du während der guten, oder sagen wir, während der besseren Zeiten.

Ich weiß, dass wir Selbstständigen und Unternehmer häufig dem schönen Schein erliegen und glauben, dass die Zeiten im Augenblick zwar nicht ganz schlecht sind, dass es aber morgen sicherlich besser wird. Und deshalb legen wir heute kein Geld zurück, weil wir morgen viel leichter viel mehr werden zurücklegen können.

Ich habe lange Zeit kein Geld zurückgelegt, weil ich dachte: Was ich jetzt sparen kann, ist so wenig, das lohnt nicht. Und dabei habe ich den Faktor Zeit völlig aus den Augen verloren. Zusammen mit der Macht der Gewohnheit und der Power von Zinseszins.

KleinunternehmerregelungHätte ich vor 30 Jahre begonnen, mein Vermögen aufzubauen, wäre mein Vermögen mittlerweile auf eine äußerst erquickliche Größe angewachsen. (Sagen wir, ich hätte monatlich nur 50 Euro zurückgelegt und bloß 3% Zinsen im Schnitt pro Jahr bekommen, wären daraus mittlerweile knapp 29.000 Euro geworden. Kein Großvermögen, aber ein gutes Eigenkapital-Polster für eine Immobilie.)  Stattdessen hatte ich mir angewöhnt, aufs Monatsende jeden Pfennig auszugeben, den ich zur Verfügung hatte – und nicht selten noch ein bisschen mehr. Wie teuer ein Kontokorrent ist? Darüber hatte ich mir keine Gedanken gemacht: Es „musste“ ja schließlich alles sein. Ich „brauchte“ ja alles wirklich, was ich mir gekauft hatte. Also: Ich kenne die Situation, ich kenne die Glaubenssätze, die Ausreden, die Gewohnheiten – und den Ausweg.

Dafür aber musste ich Verantwortung übernehmen. Und das musst Du ebenfalls tun. Verantwortung für Dich, Dein Leben, Deine Finanzen. Und so lautet mein dritter und letzter Rat: Lies den dritten Teil dieser Blog-Serie.

Kleinunternehmer nach §19 UStG: Was meinst Du?

KleinunternehmerUm einen guten Überblick darüber zu bekommen, wie Selbstständige und UnternehmerInnen über die Kleinunternehmer-Regelung nach §19 UStG denken, würde ich Dich gern um Deinen Input bitten: Wie siehst Du das? Wie ist es bei Dir, bei Deinen Freunden und Bekannten? Was hast Du gemacht? Würdest Du es genau so machen, wenn Du noch einmal anfangen würdest? Fragen über Fragen! Und Deine Antwort ist es, auf die ich gespannt bin!

Ich würde mich sehr freuen, wenn Du mir ein paar Zeilen dazu schickst, dazu einen Link auf Deine Webseite, ein Porträtfoto von Dir und ein paar – zwei, drei, vier – Sätze zu Deinem Unternehmen.

Ich stelle dann die unterschiedlichen Positionen zusammen und veröffentliche die Zusammenstellung nach dem Sommer hier.

Danke fürs Mitmachen – und danke fürs Teilen!

Zum Sterben zu viel ….

Kleinunternehmer nach §19 UStG: Mein Rat #1 für die Selbstständigkeit auf kleinem Fuß

„Pass mal auf: Die Zahlen, mit denen Du in Deinem Buch „Geld kann jeder“ rechnest, sind absurd. Das, was Du da als monatliche Einnahmen zugrundelegst – das verdiene ich im Jahr!“ Mein Gesprächspartner war nicht sonderlich genervt. Nur irgendwie in sein Schicksal ergeben. Seine Frau hat ein konstantes – sicher nicht üppiges – Einkommen. Er verdient mit seiner Selbstständigkeit dazu. Und von mir wollte er wissen, ob ich „Geld kann jeder“ um ein kleines Kapitel ergänzen könne: Finanztipps für Kleinunternehmer nach der Kleinunternehmerregelung nach §19 Umsatzsteuergesetz, die keine Mehrwertsteuer an den Fiskus abführen müssen. Diese Wahlmöglichkeit besteht für Unternehmer bis zu einem Jahresumsatz von 17.500 Euro (Stand 1.6.2017).

Leider hat mein Gesprächspartner keinen großen Spaß an Zahlen. Die Buchhaltung findet sich – wie bei vielen Selbstständigen – im berühmten Schuhkarton. Die Sachbearbeiterin im Steuerbüro hat die Aufgabe, auf Termine und Steuern aufzupassen.

Zu welchen grundlegenden Finanzinstrumenten würde ich raten?

Mein erster Rat wäre:

Wenn Du von dem leben musst, was Du tust: Bleibe kein Kleinunternehmer nach §19 UStG!

Ja, ja, ich höre schon den Aufschrei: „Was soll ich denn machen?!“ „Mehr kann man in meinem Bereich nicht verdienen, wenn man …  (setze hier irgendetwas ein)!“ „Ich brauche nicht mehr Geld, warum sollte ich mich krumm machen?!“

Gut, fein. Du kannst machen, was Du möchtest! Mir ist das egal. Ich kann Dir aber sagen, warum ich Dir raten würde, größer zu denken. Und dazu müssen wir etwas tun, was Dir vermutlich nicht gefällt: Wir müssen rechnen.

Wir gehen mal die Posten durch, die in Deinem Leben und in Deinem im Unternehmer-Leben für gewöhnlich auf dem Zettel stehen.

Um Zahlen zu verstehen, hilft rechnen

Du bist darauf gedrillt, Dich ganz sparsam von ganz wenig Geld zu ernähren und kaufst Kleidung im Secondhandshop und auf dem Trödelmarkt (da gibt es tolle Sachen für wenig Geld!).  In Deutschland gilt 2017 für einen alleinstehenden Erwachsenen der Regelbedarf in Höhe von 409 Euro pro Monat. Das sind im Jahr 4.908 Euro. Sagen wir mal, Du kommst damit hin für Essen und Kleidung. Statt Urlaubsreisen stellst Du die Möbel um, die Du vom Sperrmüll besorgst, wenn Du zu einem Geburtstag gehst, bringst Du originelles Selbstgeklöppeltes mit.

In diesen 409 Euro pro Monat ist allerdings noch kein Geld für Miete und Nebenkosten enthalten. Sagen wir, Du wohnst nicht in München, brauchst weder viel Strom, noch Wasser und heizt nur, wenn das Thermometer unter -10 Grad sinkt … Das Sozialamt zahlt je nach Region rund 300 Euro plus Nebenkosten fürs Wohnen dazu. Lass uns also davon ausgehen: Du gibst pro Jahr nur rund 3.600 Euro fürs Wohnen aus.

KleinunternehmerregelungAls Selbstständiger kommt allerdings die  Krankenkasse noch obendrauf. In Deutschland besteht Krankenversicherungspflicht: Du kommst da nicht drum herum. Solltest Du die originelle Idee haben, dass Du so gesund bist, dass Du keine Krankenkasse brauchst, möchte ich Dich warnen: Früher oder später wird eine Krankenkasse auf Dich aufmerksam. Und wenn man dort feststellt, dass es Unregelmäßigkeiten bei Deinem Versicherungsverlauf gibt, wird es ungemütlich. Mir hat mal eine Fachfrau gesagt: „Vor dem Finanzamt braucht man keine Angst zu haben – im Vergleich …!“

Für Selbstständige gibt es in der Anfangszeit vergünstigte Tarife, doch schon nach relativ kurzer Zeit schlägt die Krankenkasse mit mindestens 300 Euro pro Monat zu Buche. Macht pro Jahr 3.600 Euro. Da ist aber noch kein Zahnersatz enthalten, Du musst viele Möhren essen, um keine Brille zu brauchen und auch sonst solltest Du Dir Deine Gesundheit besser nichts weiter kosten lassen.

Denn wir sind mit diesen drei Posten bereits bei einem Jahresbetrag von über 12.000 Euro. Bis zur Jahresumsatzgrenze von 17.500 Euro bleiben noch 5.500 Euro – weniger als 500 Euro pro Monat. Und Du hast keinen fahrbaren Untersatz, keinen Besuch bei Deinen Eltern. Ein romantisches Dinner sollte besser im Park stattfinden. In den 12.000 Euro sind viele Kosten nicht enthalten, die mit Deinem Unternehmen – abhängig von Deiner Tätigkeit – zu tun haben:  Büro, PC, Drucker, Telefon, Webseite, Werbung, Materialkosten, Lieferanten, Vertriebskosten, Steuerberater, Versicherungen, Netzwerk-, Kunden- und sonstige Veranstaltungen usw.

Und dann gibt es noch die Steuern. Auf die Einnahmen aus selbstständiger Tätigkeit bzw. Einnahmen aus Deinem Gewerbe darfst Du Einkommenssteuer abführen. Der Grundfreibetrag liegt aktuell bei rund 8.600 Euro.

Das bedeutet: Wenn Dein Unternehmen wirklich mit ganz wenig Geld auskommt – sagen wir 600 Euro pro Jahr  –, Du aber um die 17.500 Euro einnimmst, dann musst Du auch von diesen Einnahmen noch ordentlich Steuern zahlen.

Hast Du höhere Aufwendungen für Deine Selbstständigkeit, dann stehen die Chancen gut, dass Du noch weniger Geld zum Leben hast.

KleinunternehmerregelungIch denke, dass heute Vieles möglich ist: kostenlose Webseiten (mit Werbung des Anbieters), extrem preiswerte Infrastruktur (Telefon, Computer etc.), Arbeiten im öffentlichen Raum (in einem Café oder einer Bibliothek, dann brauchst Du kein eigenes Büro), webbasierte Werbung (mit Templates und ohne Druckkosten sparst Du so Einiges) und ein nahezu „unbemerkter“ Vertrieb durch Großanbieter ohne große Nebenkosten. Zudem ist es möglich, die eigene Buchführung inklusive Jahresabschluss und Steuererklärungen selbst zu machen.

Klar geht das alles. Auch wenn sich das für mich nicht sonderlich erstrebenswert anhört. Doch wir haben noch einen großen Kosten-Posten vergessen: Die Kosten für die  Zukunft.

Der Kleinbetrieb nach §19 UStG hat „keine Zukunft“

Die ersten Posten, die für gewöhnlich bei einem engen Budget hinten runterfallen, sind die Kosten für die Zukunft: Ein Notgroschen und der Vermögensaufbau bzw. die Altersvorsorge.

Nicht selten fällt es schwer bei knapper Finanzlage, Geld für die später fällig werdende Steuer zurückzulegen. In meinem Buch schildere ich, wie der eine oder die andere versucht, Steuern nachträglich zu senken bzw. zu umgehen. Ich kann das nicht empfehlen. Klug wirtschaften und dabei Steuern sparen – klar. Aber tricksen? Auf keinen Fall!

Die Steuer hat den Vorteil, dass sie bzw. das Finanzamt sich von allein meldet. Das Finanzamt sitzt nicht über Jahre und Jahrzehnte friedlich in der Ecke und zuckt mit den Achseln, falls von Dir kein Geld kommt. Es meldet sich mit spürbaren Forderungen.

Anders Dein Notgroschen und Deine Altersvorsorge. Kein nicht vorhandenes Finanzpolster schickt Dir Zahlungsaufforderungen und Mahnungen. Keine Altersvorsorge beschwert sich, weil Du sie ignorierst.

Auch wenn es Dir überhaupt nicht schmeckt: Du musst hier aktiv werden. Dringend!

Wenn Du Dich jetzt lächelnd zurücklehnst und sagst, dass Deine Frau ja Rente beziehen wird oder Dein Mann und dass Ihr besprochen habt, Euch das zu teilen, wäre es ungünstig, Deine oder Eure Zukunft darauf zu gründen.

Mein zweiter Rat wäre daher:  Lies einfach den nächsten Blog-Post

ISBN – Brauch ich … ?

ISBNIn manchen Fällen – so steht es auch in meinem Buch „Schreib Dich an die Spitze!“ zu lesen – ist Selfpublishing ein guter Weg. Nicht für jede Publikation ist ein Verlag notwendig oder auch überhaupt sinnvoll.

Gelegentlich höre ich Dinge wie „Ich hatte keinen Bock auf einen Verlag: Ich mag mir nämlich nicht reinreden lassen!“ Dann ist es dennoch sinnvoll, sich von Profis beraten und begleiten zu lassen. Denn allein das Schreiben, das die Schule uns lehrte, ist nicht ausreichend, um ein gutes Buch zu verfassen. Ob die Publikation im Selfpublishing oder mit Verlag erfolgen sollte, ist eine zweite Entscheidung.

Auch das Argument „Ich wollte das gar nicht so professionell …“, erscheint mir nicht überzeugend: Wer ein Buch veröffentlicht, wird als „professionell“ einsortiert. Wird das Buch dem nicht gerecht, kann es sogar den eigenen Ruf schädigen. Ob es sich in diesem Falle anbietet, mit oder ohne Verlag zu publizieren, sollte nach dem eigenen langfristigen Ziel und der eigenen Strategie entsprechend beantwortet werden.

Und eine ISBN: Ist die notwendig? Darüber gibt der Post auf www.selfpublisherbibel.de Auskunft.

 

Unternehmehnsgründung: Der Klopapier-Unternehmer

Unternehmensgründung: Folge dem Ruf

Auszug aus Mike Michalowicz, Not macht erfinderisch: Der Klopapier-Unternehmer

Um ein starkes Unternehmen gründen zu können, musst Du zunächst wissen, wonach es Dich gelüstet. Ich habe Jahre gebraucht, um das herauszufinden. Anfangs glaubte ich, Unternehmer müssten tun, was sie gelernt haben, nicht was sie tun möchten. Ich kannte mich mit Computern aus und arbeitete gern damit, also gründete ich ein Unternehmen in diesem Bereich. Allerdings liebte ich Computer nicht. Es war mein Beruf, nicht aber meine Berufung. Meine ersten beiden Unternehmen waren erfolgreich – aber nicht, weil ich für Computertechnik brannte. Ich lebte nicht Tag und Nacht für die Technik.

Unternehmertum aber liebte ich. Ich konnte den ganzen Tag von Unternehmen erzählen, ich las jede Zeitschrift, besuchte jedes Seminar und war noch immer nicht zufrieden. Ich habe einige Jahre gebraucht, um zu verstehen, was die ganze Zeit direkt vor meiner Nase gelegen hatte: Ich liebte Unternehmensgründungen. Nachdem ich einmal verstanden hatte, dass es das Aufsetzen und Voranbringen von Unternehmen war, was ich liebte, wusste ich, dass ich den Pfad gefunden hatte, den meine Zukunft einschlagen würde.

Du musst nicht Jahre dafür brauchen, um zu verstehen, was Dich wirklich antörnt. Der Schlüssel liegt darin, darüber nachzudenken und sich jetzt die Zeit dafür zu nehmen – und nicht zu versuchen, es durch Versuch und Irrtum herauszufinden.

Wofür würdest Du Dich freiwillig melden, nur weil Du es so gerne tust? Welche Aktivitäten bringen Dir die meiste Freude, Energie und Befriedigung? Wann vergisst Du die Zeit völlig, erledigst Aufgaben nahezu ohne Anstrengung und bist am Ende sogar noch energiegeladener? Wenn Du Dich mit Deinen Freunden unterhältst, über welches Thema sprichst Du ohne Unterlass, bis Deine Freunde anfangen, die Augen zu verdrehen? Wenn Du diese Fragen beantwortest, findest Du, was Dein Herz begehrt. Und wenn Du diesen unstillbaren Durst, Deine Leidenschaft gefunden hast, dann hast Du den wichtigsten Schritt getan, ein Unternehmen zu gründen, das herausragend sein wird.

Vielleicht hast Du flüchtig darüber nachgedacht, ein Unternehmen zu gründen, oder Du hast eine Vielzahl an Ideen und bist bereit, sofort loszulegen. So oder so solltest Du anfangen, indem Du innehältst. Nein, das ist kein Druckfehler. Die beste Reaktion auf eine wahre Lawine von Träumen über „Was-wäre-wenn“ ist es, einen tiefen, Gedanken auslösenden Atemzug zu tun. Eine erfolgreiche Gründung dreht sich mehr um Dich und das, was Du glaubst, als um irgendetwas anderes. Sich einem Unternehmen zu verschreiben, ohne sich selbst gut zu kennen, ist dumm. Mit einem schlechten Blatt auf der Hand alles auf eine Karte zu setzen, ist ein dummer Zug – genauso dumm, wie sich auf ein Unternehmen einzulassen, ohne zu wissen, was Du auf der Hand hast.

Um mit der Unternehmensgründung zu beginnen oder einen mittelprächtigen Start zu verbessern, musst Du damit anfangen, Dich selbst neu zu entdecken. Du musst verstehen und akzeptieren, was Du von Herzen möchtest, Du musst Deine Haltung kennen, Deine Glaubenssätze. Du musst mit einer gedanklichen Selbstuntersuchung beginnen. Du musst lernen, worum es Dir geht.

Wenn Du Dir nur für einen Moment vorstellst, es gäbe keine Grenzen für das, was möglich ist, welche Vorstellung hättest Du davon, was Dein Unternehmen Dir geben sollte? Das erste, was jedem einfällt, ist normalerweise finanzielle Unabhängigkeit. Dem stimme ich zu. Völlig. Doch da ist noch mehr, nicht wahr? Was wäre, wenn Dein Unternehmen Dich emotional völlig erfüllen und total glücklich machen würde? Was wäre, wenn Dein Unternehmen die Welt zu einem besseren Ort machte? Was wäre, wenn Du jeden Morgen aufwachen und begeistert zur Arbeit gehen würdest? Was wäre, wenn andere Menschen Dein Unternehmen liebten? Was wäre, wenn die Welt begeistert wäre von dem, was Du tust, und fröhlich annimmt, was Du anzubieten hast?

Wenn Du ein Unternehmen hast, dann geht es nicht darum, Dich völlig auszupowern, um zu überleben. Es geht nicht darum, Tonnen von Geld zu erwirtschaften und dafür Tonnen von Leben zu verlieren. Es geht um ein Leben in Fülle, darum, Dein Leben und das anderer Menschen besser zu machen, was – gar nicht paradox – Deine Geldbörse füllt.

Das beste Beispiel für diese selbstausbeuterische Unternehmerlebensweise stammt vom sprichwörtlichen Unternehmer selbst, Sam Walton, dem Gründer von Wal-Mart. Walton gründete sein Unternehmen auf der Basis eines schlichten Traums, und er wurde einer der reichsten Männer der Welt. Die Moral von der Geschichtʼ? „Ich hab’s versaut.“ Dies sind die Worte, die – so wird berichtet – Walton auf seinem Sterbebett sprach. Nach seinen eigenen Maßstäben hatte er versagt – ein Milliardär, der sein jüngstes Kind kaum kannte und der mit einer Frau verheiratet war, die aus Gründen bei ihm blieb, die nichts mit einer erfüllten Beziehung zu tun hatten.

Welche letzten Worte möchtest Du von Dir geben? Ich hoffe, es sind Worte voller Zufriedenheit, Worte, die sagen, dass Du Dein Leben in Fülle gelebt, Deine Grenzen überschritten und ein Unternehmen aufgebaut hast, auf das Du stolz sein kannst, und zwar sowohl mit Blick auf das, was es erreicht hat, als auch mit Blick auf Deinen finanziellen Erfolg.

Wenn dies die Art von Erfolg ist, die Du Dir wünschst: Dann kannst Du ihn erreichen. Alles steht und fällt mit Dir. Es hängt nicht an der Richtung, in die der Markt sich bewegt. Es hängt nicht an den neusten und größten Trends. Es hängt nicht einmal an dem, von dem Du vermutest, dass Deine Kunden es wollen. Dein Unternehmen hängt in erster Linie an Dir.

Die finanziell erfolgreichen Unternehmen von gestern waren in der Lage, mit einem schlechten Produkt durch reichlich Werbung davonzukommen. Wenn sie genügend abendliche TV-Werbespots schalteten und große, wenn auch falsche Versprechen in Zeitschriften abgaben, bekamen sie unter Garantie jede Menge Kundschaft. Enttäuschte Kundschaft, aber eben Kundschaft.

Das war damals, und heute ist es anders. Die erfolgreichen Unternehmen von heute wachsen, weil sie wirklich großartig sind. Sie bieten unvergleichliche Dienstleistungen und Produkte, und die Nachricht verbreitet sich viral. Du kannst Dich nicht mehr allein auf ein Werbebudget verlassen, um jede Menge Kunden anzulocken. Heute musst Du unvergleichliche Dienstleistungen und Produkte anbieten. Das Marketing läuft viral – auf sommerlichen Grillpartys, in Internetforen und auf schier endlosen Blogs. So einfach ist das. Und damit Du das Beste anzubieten hast, was Du anbieten kannst, muss es sowohl aus Deinem Kopf als auch aus Deinem Herzen kommen. Wenn Dein Unternehmen Dir aus der Seele spricht, wenn Dein Unternehmen auf Dir aufbaut, dann wird es zu einer eindrucksvollen Kraft.

* * *

Not macht erfinderisch: Der Klopapier-UnternehmerKlopapier-Unternehmer (KPU) – im Amerikanischen Original „Toilet Paper Entrepreneurs“ – packen die Dinge an. In seinem Buch „Not macht erfinderisch“ erläutert Mike Michalowicz, was einen Klopapier-Unternehmer ausmacht und beweist gleich auf den ersten Seiten, dass er selbst zu dieser elitären Gruppe gehört.

In den USA  und in Großbritannien gehört Mike zu den bekanntesten Business-Autoren – in Deutschland gibt es Nachholbedarf. Bislang liegt eines seiner Bücher („Profit First„) auf Deutsch vor, der Klopapier-Unternehmer ist die zweite Übersetzung ins Deutsche. Und so wird Mike auch im deutschsprachigen Raum mehr und mehr wahrgenommen. Zurecht, wie ich finde. Was der Grund dafür ist, dass ich mich gemeinsam mit anderen – z.B. Benita Königbauer – dafür einsetze, Mikes Bücher und Ideen im deutschsprachigen Raum zu verbreiten. (Übrigens liegen seine Bücher in vielen Sprachen vor.)

Im März 2017 erscheint Mikes Klopapier-Unternehmer erstmals auf Deutsch.

Behutsame Persönlichkeitsentwicklung

Ulrike Scheuermann: Innerlich frei

Was wir gewinnen, wenn wir unsere ungeliebten Seiten annehmen. München 2016.

Ulrike Scheuermann erschreibt sich seit vielen Jahren einen guten Namen – und das völlig zu Recht. Fundiert, authentisch, nachvollziehbar und unterhaltsam kommen ihre Bücher daher – ob zum Schreiben oder zur Persönlichkeitsentwicklung. Das ist an sich schon sehr sympathisch. Wer sich jedoch mit ihren Büchern auseinandersetzt, der weiß zu schätzen, wie viel sie darin vermittelt. In ihrem Buch „Innerlich frei“ befasst sich Ulrike Scheuermann mit der Frage, wie wir mit unseren ungeliebten Seiten zurecht kommen können. Sie fragt nach den Zutaten eines erfüllten Lebens und denkt über den Umgang mit Licht und Schatten im Leben nach. Denn unabhängig von dem, was uns die „Selbstoptimierer“ einflüstern möchten, ist kein Leben frei von Schattenseiten. Und ein erfülltes Leben bedeutet nicht, jeden Tag von morgens bis abends glücklich grinsend, selbstzufrieden und perfekt herumzulaufen und zu glauben, man habe keine Schwächen.

In drei Teilen lädt Ulrike Scheuermann ihre Leserinnen und Leser ein, in den Spiegel zu schauen. Und gibt dabei viel von sich selbst preis, von ihrer eigenen Nicht-Perfektion und ihrem achtsamen Annehmen des Nicht-Perfekten bei sich selbst und bei anderen. Im ersten Teil zeigt sie, wie wir uns von äußeren Einflüssen und irrigen Annahmen – zum Beispiel ausgelöst durch Werbung und durch den Konsumwettbewerb um Status – anstecken und in Richtungen treiben lassen, die uns nicht erfüllen können. Denn diese paradiesischen Verlockungen führen zu einem einseitigen Glücksstreben, das uns in dem Irrglauben handeln lässt, wir könnten aus uns selbst heraus an einen Ort gelangen, an dem wir „es geschafft haben“ und fürderhin in Glück und Erfolg leben.  Dem hält die Autorin entgegen, dass Glück und Erfolg Prozesse sind, keine Endpunkte. Und nicht alle Ereignisse in unserem Leben können wir selbst beeinflussen, lediglich unsere Reaktionen darauf bzw. unseren Umgang damit. „Erst aus dem vollständig gelebten Leben“, sagt sie, „erwächst eine Tiefe und Erfüllung, die uns fehlt, wenn wir nur auf der hellen Seite sein wollen“ (S. 102).

In Teil zwei erläutert Ulrike Scheuermann, an welchen Stellen wir innehalten und wie wir uns mit den Dingen auseinandersetzen können, die uns am meisten im Wege stehen. Das Unterbewusste nährt unsere Ängste und die Flucht vor unseren Ängsten lässt diese umso größer werden. Erst wenn wir uns unseren Ängsten stellen, werden wir freier und können unbefangener Entscheidungen treffen, die authentisch zu uns selbst passen.

Der dritte Teil skizziert, wie wir Unausweichliches annehmen können, wie wir in schier unendlichen Facetten Liebe und Nähe leben können. Auch, wie wir uns dem annähern können, was unser Leben in einen größeren Kontext stellt. Denn entgegen genereller Annahmen über Gier und Egoismus des Menschen, zeigt sich, dass Zugehörigkeit und eine größere Lebensaufgabe das eigene Leben größer machen können. Wenn wir es schaffen, so die Autorin, unsere eigenen ungeliebten Seiten anzunehmen und die Dinge und unser Leben so annehmen, wie sie sind, dann befinden wir uns – immer mal wieder für ein Stück – auf dem Weg zur inneren Freiheit.

Ein schönes Buch, das ich sehr gern gelesen habe, voller „Kenn-ich“-Momente, aber auch voller „Aha“-Momente. Mit vielen Übungen, die zum Weiterentwickeln der eigenen Persönlichkeit einladen. Ulrike Scheuermann ist definitiv eine der einflussreichsten Autorinnen im Bereich der achtsamen und respektvollen Persönlichkeitsentwicklung. Danke für dieses Buch!

Contentmarketing – ein Thema für unsere AutorInnen

Contentmarketing bedeutet, Inhalte zu verbreiten. Zu diesem Zweck betreiben viele unserer Autorinnen und Autoren ihre eigenen Blogs. Dort verarbeiten sie die Inhalte, die sie auch in ihren Büchern behandeln. Grundsätzlich eine gute Idee, wie ich in meinem Buch „Schreib Dich an die Spitze!“ ausführe. Der Haken dabei: Wenn man nicht dranbleibt und der Blog über längere Zeit stumm und unbewegt bleibt, ist er unattraktiv. Doch es gibt eine ganze Reihe von Dingen, die man beachten kann, um (mehr) Traffic auf dem eigenen Blog zu bekommen – wenn man sich nicht darauf verlegen möchte, mit anderen gemeinsam einen Blog zu betreiben bzw. anderen Blogs als Gast zuzuarbeiten.

Contentmarketing

Autoren nutzen den Inhalt ihrer Bücher als Ausgangspunkt auch für Blogartikel

Die eigenen Inhalte, die im Contentmarketing aufbereitet und in die Welt gebracht werden, sind nur ein Teil dessen, was auf einem Blog angeboten werden kann.

Wenn ich Blogs folge, freue ich mich immer darüber, auch auf andere Blogger und Quellen aufmerksam gemacht zu werden. Denn schließlich folge ich den Inhalten nicht, weil ich nur von einem Menschen Informationen bekommen möchte. Ich folge, weil die Inhalte für mich von Interesse sind.

Deshalb: Nicht Contentmarketing ist King sondern das Interesse derer, die den Blog lesen. Deshalb möchte ich gern – Interesse am Bloggen vorausgesetzt – Tipps für die Gewinnung von mehr Lesern von digital Media Manager teilen.

Klopapier-Unternehmer – Mike Michalowicz

Klopapier-Unternehmer - der Autor Mike Michalowicz

Mike Michalowicz

Klopapier-Unternehmer (KPU) – im Amerikanischen Original „Toilet Paper Entrepreneurs“ – packen die Dinge an. In seinem Buch „Not macht erfinderisch“ erläutert Mike Michalowicz, was einen Klopapier-Unternehmer ausmacht und beweist gleich auf den ersten Seiten, dass er selbst zu dieser elitären Gruppe gehört. Nachdem er sich von seinen Vorbildern Absagen eingefangen hat, als er sich um ein Vorwort bat, schrieb er es selbst.

Heute kann er darauf verweisen, dass er selbst zu den unternehmerischen Vorbildern gehört. Natürlich ist er in den USA  und in Großbritannien bekannter als in Deutschland – bislang liegt eines seiner Bücher („Profit First„) auf Deutsch vor, der Klopapier-Unternehmer wird die zweite Übersetzung ins Deutsche sein. Und so wird Mike auch im deutschsprachigen Raum mehr und mehr wahrgenommen. Zurecht, wie ich finde. Was der Grund dafür ist, dass ich mich gemeinsam mit anderen – z.B. Benita Königbauer – dafür einsetze, Mikes Bücher und Ideen im deutschsprachigen Raum zu verbreiten. (Übrigens liegen seine Bücher in vielen Sprachen vor.)

Im März 2017 erscheint Mikes Klopapier-Unternehmer erstmals auf Deutsch. Hier kommt sein Vorwort aus der Rohfassung des Manuskripts für den ersten Eindruck.

Vorwort von Mike Michalowicz zum Klopapier-Unternehmer

Alle haben gesagt, dass ich irgendeinen großen Namen brauche, der mir ein Vorwort zu meinem Buch schreibt. Es hat sich aber gezeigt, dass mein Buch etwas zu kontrovers ist, ein bisschen zu direkt und ein bisschen Badezimmer-Humor enthält – mit anderen Worten: kein Vorwort.

Allerdings bin ich ein Klopapier-Unternehmer (KPU). Ich erledige die Dinge. Also habe ich mein eigenes blödes Vorwort geschrieben, das eine Kurzeinführung in die Eigenschaften des Klopapier-Unternehmers ist: Wer Du sein musst, wenn Du einer von denen sein möchtest, die als Unternehmer erfolgreich sind.

Hier ist meine Hitliste mit den acht wichtigsten

KPU-Charakteristika

  1.  Der Klopapier-Unternehmer pflegt kraftvolle Glaubenssätze als Basis – Ein KPU weiß, dass Erfolg zu beinahe 100% von seinen oder ihren Überzeugungen abhängt; nicht von der Bildung, den Mitteln oder den Umständen. Wenn KPUs glauben, dass sie etwas schaffen und es dann mit unerschütterlichem, stimmigem Handeln unterfüttern, dann funktioniert es auch.
  2. Der Klopapier-Unternehmer ist leidenschaftlich – Ein KPU arbeitet immer, ohne Einschränkungen in seinem oder ihrem Lieblingsbereich. Die Leidenschaft ist vielleicht für einen Außenstehenden nicht immer offensichtlich, sie ist es aber für den KPU.
  3. Der Klopapier-Unternehmer neigt zu frühzeitiger Aktivität – Ein KPU unternimmt lieber etwas, als still zu sitzen. Zu schnell aktiv zu werden, mag für sie ein Problem sein, aber KPUs werden letztlich dafür belohnt, eher zu früh als zu spät aktiv zu werden.
  4. Der Klopapier-Unternehmer ist extrem großartig in extrem wenigen Dingen – Der KPU findet seine Stärken heraus und nutzt sie auf Teufel komm raus. Was auch immer sie oder er nicht kann, wird ausgelagert.
  5. Der Klopapier-Unternehmer nutzt eher Genialität als Geld – Geld kann wie eine Droge kurzfristig all Deine Probleme überdecken. Geld ermöglicht es Dir, dämliche Dinge zu tun, ohne dass Du die schmerzlichen Konsequenzen ertragen musst – also bleibst Du dumm. Der KPU weiß, dass unternehmerische Meisterschaft durch Genialität gewonnen wird und einen rasiermesserscharfen Fokus.
  6. Der Klopapier-Unternehmer beherrscht eine Nische – Der KPU sucht sich einen Markt aus, in dem die Wettbewerber schwach sind oder nicht die Ausprägung des Produkts, der Dienstleistung und Werte bietet, die der KPU anbietet. Dann beherrscht der KPU diese Nische.
  7. Der Klopapier-Unternehmer vereint einen Langzeitfokus mit Kurzzeit-Aktivität – Der KPU weiß mit absoluter Sicherheit, wo sein oder ihr endgültiges Ziel ist, aber er oder sie hat keinen detaillierten Plan, um Schritt für Schritt dorthin zu gelangen. Stattdessen handelt der KPU kurzfristig (90-Tage-Abschnitte), um wesentlichen Fortschritt zu erreichen. Dann werden die Ziele überprüft, Pläne für die nächsten 90 Tage geschmiedet und umgesetzt.
  8. Der Klopapier-Unternehmer ist NICHT normal – KPUs sind risikofreudig. Sie sind ein bisschen merkwürdig und möglicherweise sogar etwas verrückt. Sie sind definitiv anders. KPUs halten sich nicht an Regeln und soziale Normen. Sie eröffnen neue Möglichkeiten mit Blick auf den Status quo.

Erkennst Du Dich selbst in dieser Aufzählung? Falls Du Dich erkennst oder Dir wünschst, Du könntest Dich hier wiederfinden, dann wird dieses Buch Deine Welt verändern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einführung

“Die Welt ist leichter zu beeinflussen, als Du glaubst und sie wartet nur darauf, dass Du sie in Form klopfst.“ – Bono

Ich habe es so satt … ich habe die Hunderte, wenn nicht Tausende von Business-Büchern so satt, die wundervolle Titel und keinen Inhalt haben. Die meisten dieser Bücher würden ein oder zwei Seiten mit echtem Inhalt füllen. Die anderen könnte man nutzen, um sich den Hintern abzuwischen.

Ich kann Dir gar nicht sagen, wie viele Bücher ich angefangen habe zu lesen und nach wenigen Minuten habe ich versucht, mich hindurch zu langweilen – bis ich aufgegeben habe. Nur eine kleine Auswahl von Business-Büchern ist wahrlich großartig und sollte von Anfang bis Ende gelesen werden.

Mein Ziel für den „Klopapier-Unternehmer“ ist es, von der ersten bis zur letzten Seite anders zu sein, und zwar weit besser als die traditionellen Business-Bücher mit ihrer abgenutzten akademischen Rhetorik. Hier findest Du keine überalterten Konzepte und keine „optimierten Unternehmensumsetzungsmethodiken“. Dieses Buch kommt direkt von der Front. Ich habe all meine Mühen, Erfahrungen und Ressourcen investiert, um den „Klopapier-Unternehmer“ zu einem der besten Bücher zu machen. Und Du musst entscheiden, ob mir das gelungen ist.

In diesem Buch geht es darum, ernst zu machen, die Neinsager abzuschütteln und Dir selbst in den Hintern zu treten, um loszulegen.

Je weniger Du von etwas Wichtigem zur Verfügung hast, umso wichtiger wird es und umso weiser musst Du es einsetzen. Das gilt für alles – Liebe, Nahrung, Geld und sogar (oder besonders) für Klopapier.

Hast Du jemals Dein Geschäft erledigt, die Hose um die Knöchel, bereit für den Abschluss, um dann festzustellen, dass extrem wenig Klopapier vorhanden ist? Streite es nicht ab! Du weißt genau, wovon ich spreche. Drei erschöpfte Blatt KP, die sich an den Rand der Papprolle krallen und sich über Dich lustig machen.

Das ist eine wahrlich beschissene Position (mit beabsichtigtem Wortspiel). Du hast nur zwei oder drei Möglichkeiten. Du könntest um Hilfe rufen, was viel zu peinlich wäre – aber es wäre eine Möglichkeit. Natürlich könntest Du den erniedrigenden, gebeugten Tanz der Scham aufführen und beten, dass Du eine neue Rolle irgendwo in der Nähe findest. Das ist unangenehm, aber es ist eine Möglichkeit. Die letzte Möglichkeit, häufig die beste, ist es, mit dem auszukommen, was Du hast. Und wenn Du Dein Unternehmerhirn einsetzt, erkennst Du schnell, dass Du weit mehr hast als diese drei Blatt.

So gehtʼs Schritt für Schritt . Du entscheidest Dich für die letzte Möglichkeit und entschließt Dich, zurechtzukommen mit dem, was da ist. Seien wir ehrlich: Du hast den Ruf, mehr als drei Blatt zu benötigen. Also musst Du gucken, was Du noch … Moment mal. Aha! Ja! Der Mülleimer! Wie ein Gymnastik-Profi bei der Hockwende über das Pferd, stützt Du Dich ab und streckst Dein Bein aus. Gerade … mal so … weit genug. Dein Bein zittert vor Anstrengung, während sich Deine Zehen an den Mülleimer krallen und ihn zu Dir ziehen. „Komm her, mein Süßer. Komm zu mir“, geht es Dir wieder und wieder durch den Kopf.

Zeit, Deinen gerade erbeuteten Schatz zu untersuchen: ein gebrauchtes Taschentuch. Gut, sehr gut. Ein Wattestäbchen. Oh, wie unwürdig! Brauchbar, wenn es denn sein muss. Einige Wattebällchen. Na gut, damit kannst Du arbeiten. Und … Zahnseide? Im Leben nicht! Zahnseide ist definitiv jenseits des Erträglichen. Drei Blatt KP, ein paar Wattebällchen, ein gebrauchtes Taschentuch und ein bisschen Herumpulen mit Wattestäbchen später schreitest Du hinaus, frisch und sauber und bereit, es mit der Welt aufzunehmen. Natürlich holst Du für den nächsten kein neues Klopapier. Soll auch er diese harte Lektion lernen!

Die Geschichte ist hier nicht zu Ende. Nächstes Mal, wenn Du die Toilette aufsuchst, prüfst Du sofort, ob ausreichend Klopapier vorhanden ist. Bei großzügiger Versorgungslage verbrauchst Du das Papier, als gäbe es kein Morgen. Wenige Wochen nach dem „Vorfall“ fällst Du jedoch in Deine alten Verhaltensweisen zurück ohne einen vorausschauenden Gedanken an mögliche Engpässe. Natürlich dauert es nicht lang, bis Du wieder mit Deinen Hosen um die Knöchel vor einer leeren Rolle sitzt und betest, dass Du diesmal nicht auf die Zahnseide angewiesen bist.

Siehst Du erstaunliches unternehmerisches Lernpotenzial in dieser Geschichte? In dieser sehr menschlichen Situation großer Herausforderung demonstrieren wir unsere unendliche Fähigkeit, „Wunder“ aus dem Müll zu zaubern. Wenn wir im tatsächlich nicht die Möglichkeit haben, einfach aufzustehen und zu gehen, finden wir einen Weg, die Dinge zu bewältigen. Mithilfe von drei Blatt, ein paar Teilen aus dem Mülleimer und möglicherweise einer zerrissenen Papprolle wird das Unmögliche durchaus möglich.

Es ist ehrfurchtgebietend, wie vorsichtig, umsichtig und innovativ wir sind, wenn unsere Ressourcen begrenzt sind. Es ist jedoch auch unglaublich, wie schnell wir unsere Ressourcen verbrauchen und missbrauchen, wenn wir scheinbar ausreichende Mengen zur Verfügung haben. Das Problem liegt darin, wie unser Kopf funktioniert. Wenn wir daran glauben, dass in einem bestimmten Bereich Überfluss herrscht (zum Beispiel eine volle Rolle Klopapier), dann verwandeln wir das in den leichtsinnigen Glauben eines niemals endenden Überflusses (zum Beispiel die immerwährende Verfügbarkeit von Klopapier in greifbarer Nähe). Also gehen wir verschwenderisch mit dem um, was wir haben. Schlimmer noch: Wir prüfen nicht einmal, ob es möglicherweise bald zu Ende geht. Wir nehmen einfach an, dass genug da ist. Wir setzen uns hin, erledigen unser Geschäft und erst DANN greifen wir ins Leere. Verdammt! Schon wieder.

Und was wäre, wenn jedes Mal, da Du Dich hinsetzt, nur drei Blatt Klopapier auf der Rolle wären? Wenn Du immer knappe Ressourcen erwartest, würdest Du Dir sehr schnell angewöhnen, bei Deiner Reinigung jedes Mal sehr sparsam vorzugehen. Du würdest verdammt nochmal sichergehen, dass Du den Mülleimer auf dem Schoß hast, bevor Du loslegst. Vielleicht passt Du Dein Verhalten sogar dahingehend an, das zu bewahren, was Du hast, möglicherweise legst Du auf Deinem Heimweg einen „Stopp“ ein oder Du isst mehr Reis oder was auch immer. Deine Einstellung, Dein Fokus und Deine Handlungen würden sich alle auf Deine Erwartungshaltung hin verändern, weniger zum Arbeiten – oder Abwischen – zu haben.

Dein Erfolg wird ganz und gar von Deiner Fähigkeit bestimmt, Dich von der einen einzigen Herangehensweise zu lösen, der alle anderen folgen. Dein Erfolg wird vollkommen davon bestimmt, wie Du Deinen Kopf nutzt, wie Du Deine kritischen Ressourcen einsetzt und wie entschieden Du agierst, um das „Unmögliche“ mit sehr wenigen traditionellen Ressourcen zu erreichen. Dein Erfolg hängt vollkommen davon ab, dass Du nicht aufgibst und auf ein paar Extra-Rollen wartest, sondern dass Du mit dem klarkommst, was Du hast. Die Menschen, die sich entschieden haben, dieses Wissen zu meistern und es für ihr Unternehmen zu nutzen, sind die wenigen, die stolzen Klopapier-Unternehmer!

„Der Klopapier-Unternehmer“ ist nichts für normal denkende Menschen

„Der Klopapier-Unternehmer“ ist nichts für Leute mit einem schwachen Herzen oder einem empfindsamen Magen, um im Bild zu bleiben. Dieses Buch ist für Menschen, die unternehmerischen Erfolg wollen, die wissen, dass es hart wird, und den Mumm haben, dabeizubleiben. Für Angeber und Schwätzer ist es nicht gedacht. Das Buch ist NICHT für Leute, die mal etwas Neues „versuchen“ möchten, nur um dann die ganzen „Probleme“ zu benennen und zu beweisen, dass sie vorab schon Recht hatten. Du weißt, wen ich meine. Und dieses Buch ist definitiv nicht für Leute, die glauben, dass ein einziges Buch und ein paar Arbeitsblätter ihnen den Weg vom Tellerwäscher zum Millionär ebnen können.

Dieses Buch ist für Leute, die sich mit der aktuellen Situation auseinandersetzen möchten. Dieses Buch ist für Leute, die lernen möchten, das Gelernte umsetzen wollen, um ihre eigenen Stärken zu nutzen und sich dann mit allem, was sie haben, der Sache zu verschreiben. Und vor allem ist dieses Buch für Leute, die selbst die Verantwortung für ihren Erfolg bzw. Misserfolg übernehmen. Unternehmerischer Erfolg dreht sich nicht darum, Recht zu haben – es geht darum, sich voll einzubringen. Also: Möchtest Du Recht haben oder möchtest Du erfolgreich sein? Ich wähle Erfolg.

Dein Erfolg ist Deine Sache

Die Sicherheit, die in einer lebenslangen Karriere bei einem Großunternehmen liegt, ist vor langer Zeit ausgestorben, als der Betrugsskandal um das Großunternehmen Enron zu dessen Zusammenbruch führte. Sicherheit, Spaß und der ganze Reiz liegen inzwischen im Unternehmertum. Denk mal darüber nach: Du kannst niemandem mehr vertrauen und Dich auf niemanden mehr verlassen, als auf Dich selbst. Und ich wette, dass Du bereits alle Fähigkeiten hast, die Du brauchst, um loszulegen – vermutlich musst Du einfach nur genauer erkennen, was Du bereits hast, und brauchst einen raschen Tritt in den Hintern. Das ist meine Aufgabe.

Es ist an der Zeit, dass Du die Wahrheit hörst und nicht irgendwelchen mit Zucker glasierten Blödsinn oder die großartige Formel für den schnellen Erfolg. Ein Unternehmen zu gründen und aufzubauen, ist verdammt hart. Es ist beängstigend, zeitintensiv, frustrierend und manchmal laugt es Dich völlig aus. Und, ganz ehrlich, es ist möglich, dass Du Mist baust und Dich finanziell ruinierst. Aber finanzieller Ruin ist unwahrscheinlich, wenn Du Dich ohne Unterlass Deinem Erfolg verschreibst. Wenn Du Deine Stärken nutzt, kannst Du ein Unternehmen aufbauen, das Deine Brieftasche genauso füllt, wie es Deine Seele erfüllt, ein Unternehmen, das Dich begeistert und befreit. Wenn dies Dein Ziel ist, dann ist dieses Buch Deine Landkarte.

Was ich nicht tun kann, ist, die Reise für Dich anzutreten. Du musst bereit sein, etwas Neues auszuprobieren, Deine wahrgenommenen Grenzen überwinden und wachsen. Die Verantwortung für Deine unternehmerischen Erfahrungen liegt auf Deinen ureigenen Schultern. Die Sanftmütigen mögen eines Tages die Erde erben, aber sie werden mit Sicherheit keine Unternehmer.

Ich bin selbst diesen Weg gegangen, habe drei eigene Unternehmen aus dem Nichts aufgebaut, war Partner bei der Gründung zahlreicher weiterer Unternehmen und habe Hunderte Startups untersucht. So bin ich auf Gemeinsamkeiten erfolgreicher Unternehmensgründungen gestoßen, die ich in diesem Buch darstelle. Eines kann ich Dir jetzt schon sagen: Gewöhnliches Denken gehört mit Sicherheit nicht dazu. Vergiss das, was Du in der Business School gelernt hast, vergiss, was Du über Startups zu wissen glaubst, und wirf die Finanzmanagement-Methode Deines Vaters über Bord. Es gibt eine neue Generation des Unternehmertums und es ist Zeit für eine neue Vorgehensweise.

Bist Du bereit, loszulegen?

Meine Drei-Blatt-Geschichte

Facebook, Google und YouTube sind schneller zu unglaublichem Erfolg gejagt, als Du „ach Du Sch*“ sagen kannst. Sie sind Hunderte Millionen Wert oder Milliarden oder Hunderte Milliarden. Das Überraschende daran ist, dass ihre Gründer alle in ihren Zwanzigern waren, als sie loslegten UND ihr Kohle machten. Heilige Sch*! Ihre Erfolge sind faszinierend und dafür bekommen sie den Großteil an medialer Aufmerksamkeit. Sie werden als die Besten der Besten gefeiert und als Begründer der New Economy.

Meine Erfahrung verlief anders. Ganz anders. Und der größte Unterschied zwischen meiner Geschichte und jener der Lieblingsunternehmer der Medien (LuM) ist die Art und Weise, wie wir unsere Unternehmen gegründet und aufgebaut haben. Doch dazu kommen wir später. Der Erfolg von Klopapier-Unternehmern wird selten diskutiert oder gar in den Medien verkündet. Und doch sind es diese „Alltags-Unternehmer“, die langsam aber sicher voranschreiten, faszinierende Unternehmen aufbauen und bemerkenswerte Erfolge erzielen.

Google ist nicht „real“, weil es keine typischen Erfahrungswerte repräsentiert. Der Erfolg von Google ist jedoch auch für Dein Unternehmen realisierbar, wenn Du wirklich daran glaubst (mehr dazu später). Doch sollte Google nicht als der Pfad zum Erfolg gesehen werden, es ist lediglich ein Pfad.

Es gibt viele andere Pfade, die von Bekannten wie auch von Unbekannten gegangen werden. Dies sind die Pfade der KPUs. Einige von ihnen sind sehr bekannt, wie zum Beispiel Bill Hewlett und David Packard, die ihr Unternehmen mit 538 US-Dollar in einer Garagen-Werkstatt gründeten, was letztlich zu dem heutigen 100 Milliarden-Dollar-Konzern wurde. Einige von ihnen sind weniger bekannte Unternehmer, wie Brian Scudamore von 1-800-GOT-JUNK?, der aus einem Sommertraum einen Schrotthandel mit fast 200 Millionen US-Dollar Umsatz machte. Dave Packard, Bill Hewlett und Brian Scudamore sind alle drei Klopapier-Unternehmer. Wie auch ich. Und, so vermute ich, auch Du. Ich bin hier, um Dir ihre Geschichten zu erzählen und die Geschichten von anderen – und was wir daraus lernen können. Ich bin da, um Dir zu erklären, was erfolgreiches Unternehmertum wirklich ausmacht. Es ist voller Misserfolge, angefüllt mit Fortschritt, von Fehlern beeinträchtigt und mit großartigen Erfolgen gewürzt.

Wer also bin ich, dass ich von all dem erzählen kann? Ich bin ein Klopapier-Unternehmer. Meine Reise war ein Kampf an der Front, aber ich habe gelernt, dort herauszukommen und richtig erfolgreich zu werden. Mein Abenteuer als Unternehmer war häufig witzig, manchmal ein Kampf, aber alles andere als glanzvoll. Ich bin sogar mit meiner Frau und unserem Baby in eine Seniorensiedlung gezogen, um Geld zu sparen –nicht sonderlich grandios, das kannst Du mir glauben. Es sei denn, Du magst langweilige Brettspiele und den Geruch von Kölnisch Wasser.

Ein-, zweimal steckte ich auf dem Klo fest. Ich habe 48 Stunden am Stück gearbeitet, weil ich musste und ich habe in den Konferenzräumen meiner Kunden übernachtet, um das Geld fürs Hotel zu sparen. Und während ich dies niederschreibe, sitze ich an einem Schreibtisch, den ich als gebrauchten aufgetrieben habe, um Geld zu sparen; obwohl ich mehr als genug Geld habe, um beim Möbelmarkt vorbeizufahren.

Die Chancen stehen gut, dass Dein Weg eher wie meiner sein wird als der von Mark Zuckerberg von Facebook. Doch möchte ich, dass Du weißt, dass Erfolg möglich ist, egal welchen Weg Du einschlägst. Du brauchst keine „volle Rolle“, um als Sieger hervorzugehen – Du schaffst das auch mit gerade mal drei Blatt KP. Und egal, welchen Weg Du wählst, Du brauchst starke Überzeugungen, absoluten Fokus und jede Menge Einsatz.

Hier ein rascher Blick auf meine Drei-Blatt-Geschichte im Vergleich zu LuMs:

 

Lieblingsunternehmer der Medien Mikes „Drei-Blatt-Weg“
6 Jahre – Gründet ein Rasenmäher-Unternehmen und rekrutiert Teenies aus der Nachbarschaft. Kauft Eltern ein Haus. 6 Jahre – noch in den Windeln.
12 Jahre – Sitzt in der Geschäftsführung einer großen Spielzeugfirma. 12 Jahre – Notaufnahme im Krankenhaus, weil er ein Spielzeug verschluckt hat.
18 Jahre – Wird von Elite-Universitäten umworben, lehnt aber ab, um ein mit Venture-Capital finanziertes Unternehmen zu starten. 18 Jahre – Sucht sich eine Universität mit Mädchenüberschuss. Mädchen finden ihn bei Semesterbeginn sofort doof.
19 Jahre – Extrem erfolgreich als Manager eines Unternehmens mit mehreren Millionen Umsatz. 19 Jahre – Extrem erfolgreich am Zapfhahn.
21 Jahre – Geht an die Börse. 21 Jahre – Geht nach Hause.
24 Jahre – Geht in Rente. 24 Jahre – Trinkt zu viel und gründet ein eigenes Unternehmen, weil „jeder Idiot das kann“.
24 Jahre und 1 Tag – Verlässt den Ruhestand. Jubel bricht aus. 24 Jahre und 1 Tag – Gründet und stellt fest, dass das nicht jeder Idiot kann. Panik bricht aus.
27 Jahre – Erreicht den nächsten großartigen Erfolg, weil es von ihm erwartet wird. 27 Jahre – Das Unternehmen ist erfolgreich, weil es keine Alternative gibt.
30 Jahre – Ist nicht mehr in den Medien, weil der nächste 18-jährige Superstar in den Headlines ist. 30 Jahre – Entdeckt seine Leidenschaft, gründet das nächste Unternehmen, das wächst schnell und gut.
33 Jahre – Sucht sich einen Psychiater, um sich „selbst zu finden“. 33 Jahre – Hat sich selbst gefunden! Lebt seine Leidenschaft. Unternehmen und Leben großartig.
36 Jahre – Schreibt seine Lebensgeschichte. Verkauft sich schlecht. Entschließt sich, für einen KPU zu arbeiten. 36 Jahre – Ist die Inspiration einer neuen Sorte von Unternehmern – den KPUs. KPUs geben gescheiterten LuMs Arbeit.

 

Was also sind meine Erfolge? Ich habe eine Liste mit Dingen, die ich unbedingt erreichen will, aber wichtiger noch: Ich habe meine Leidenschaft gefunden und lebe sie! Ich liebe es, Startups zu gründen, sie groß heraus zu bringen und das schnell. Ich liebe den Außenseiter, den nicht gefeierten Helden, diejenigen, die sich ihren Zielen verschrieben haben, aber möglicherweise keine echte Chance hatten. Ich liebe es, Menschen zu helfen, deren Sterne nicht gut stehen, ihnen zu zeigen, wie sie ihre eigenen Stärken nutzen können, um sich auf den Weg zu machen und wirklich etwas zu erreichen. Mein Lebenssinn liegt darin, Hand in Hand mit Unternehmern zu arbeiten, die gerade erst anfangen, ihre Konzepte umzusetzen und zu Branchenführern zu werden. Ich tue das sehr, sehr gern. Das Ergebnis ist, dass ich sehr glücklich bin, ein großartiges Leben führe und mich immer voller Energie fühle. Ich bin gesund, reich und glücklich – alles auf einmal. Für mich ist das mein größter Erfolg. Was wäre für Dich der größte Erfolg?

Meine Liste der Pflicht-Erfolge

Für den Fall, dass Du mich nicht googeln möchtest, hier die Highlights aus meinem Lebenslauf:

Mein erstes Unternehmen, eine Firma für Computernetzwerke, gründete ich im Alter von 24 Jahren. Ich verkaufte das Unternehmen am 31.12.2002 an einen anderen Unternehmer, und es ist bis heute erfolgreich.

Am 1. Januar 2003 startete ich ein neues Unternehmen. Genau, am nächsten Tag. Dieses Unternehmen erlangte innerhalb von drei kurzen Jahren nationale Bekanntheit und wurde 2006 von einem börsennotierten Großkonzern übernommen.

Mein drittes Unternehmen, Obsidian Launch, gründete ich im Sommer 2005. Es hieß zunächst anders, und das ursprüngliche Konzept war ebenfalls ein anderes. Das Ganze veränderte sich, weil ich mir die Zeit nahm, in mich hineinzuhorchen, um herauszufinden, was ich wirklich gerne machen möchte. Dann habe ich die Unternehmensidee langsam um meine Interessen und Lebensziele herum gestaltet. Meine vorhergehenden Unternehmen waren zwar sehr erfolgreich, basierten aber auf Ideen, die vom Markt ausgingen. Sie brachten meine Talente und meine Leidenschaft nicht zu voller Blüte. Mein jüngstes Unternehmen hingegen deckt all dies ab – also geht es mir gut.

Ich ging den Pfad des Klopapier Unternehmers, zunächst zufällig und ahnungslos, doch mit der Zeit bewusst und konzentrierter. Die ganze Zeit über blieb ich überzeugt, entdeckte und nutzte meine Stärken und – was das wichtigste war – ich ging immer weiter, auch in den härtesten Zeiten. Das Ergebnis?

Ich habe zwei Unternehmen für jede Menge Bares verkauft und zudem

 

  • bin ich etwa alle vier Wochen an der Gründung eines neuen Unternehmens beteiligt,
  • bin ich wiederkehrender Gast der TV-Show „The Big Idea with Donny Deutsch“ und anderer Fernsehsendungen,
  • habe ich diverse Auszeichnungen für Unternehmer erhalten, darunter den SBA Young Entrepreneur of the Year Award,
  • wurde ich von einer Vielzahl unterschiedlicher nationaler Medien interviewt,
  • hielt ich Vorträge an einigen der renommiertesten Universitäten der USA. Dabei habe ich selbst keinen sonderlich berauschenden Abschluss an der Virginia Tech absolviert – mach Dir Deinen eigenen Reim darauf.
  • bin ich Autor dieses und weiterer Bücher und beabsichtige, noch viele zu schreiben.
  • Und, was am wichtigsten ist, ich erhöhe laufend und schnell Umsätze und Gewinne für all meine Unternehmen!

 

Es geht mir hier nicht darum, anzugeben. Ich möchte lediglich klar machen: Wenn ich das kann, dann kannst Du das auch. Verwechsle im Übrigen nicht Medienpräsenz mit dem Status des Medienlieblings. Medienpräsenz ist großartig – ich möchte Dir sehr ans Herz legen, Dich darum zu kümmern, wie ich es auch tue. Ein LuM zu sein, ist etwas anderes als die bloße Präsenz: Es geht mehr darum, plötzlich über Nacht zu einem Star zu werden, der tatsächlich von einem Tag auf den anderen erfolgreich ist. LuMs sollten eine Elitetruppe sein, keine Frage. Aber sie sollten nicht als exklusive Gruppe verstanden werden.

Auch Du kannst und wirst erfolgreich sein, wenn Du es willst. Dein plötzlicher Erfolg über Nacht braucht vielleicht etwas Zeit. Letzten Endes kannst Du alle Ziele erreichen, die Du möchtest, und das funktioniert, in dem Du dem Weg des Klopapier-Unternehmers folgst.

Es ist klar, dass ich nicht den Weg des LuMs gefolgt bin, doch das ist bei den meisten Unternehmern der Fall. Und auch Du wirst Dein Unternehmen höchstwahrscheinlich mit drei Blatt und zunächst wenig Aussicht auf Erfolg gründen. Meine Aufgabe ist es, Dir dabei zu helfen, dieses „wenig Aussicht auf Erfolg“ loszuwerden. Deine Aufgabe ist es, mit den drei Blatt erfolgreich zu sein.

Sollen wir anfangen?